Geo-Politics in the Age of the Great War 1900–1930

Place
Wien
Host/Organizer
Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften; Kunstuniversität Linz
Date
06.10.2011 - 08.10.2011
By
Lutz Musner, Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften

Die Tagung ist Teil einer dreiteiligen, von Michael Geyer (Chicago) und dem Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften konzipierten Konferenzreihe, die den Ersten Weltkrieg aus der Rückschau des 21. Jahrhunderts neu perspektiviert und zeitlich wie auch räumlich in einen breiteren, bis zum Wendejahr 1989 reichenden Kontext globaler Entwicklungen einbetten soll. Die Tagung zur „Geo-Politik“ nahm die tektonischen Verwerfungen der europäischen Zivilisation entlang der Brüche in West und Ost, die Vorahnung künftiger Katastrophen sowie die Umwälzungen von Lebensentwürfen und moralischen Ordnungsvorstellungen in den Blick. 2012 und 2013 folgen Konferenzen zu den Themen „Techno-Politik“ und „Wahrnehmungspolitik“, die die kriegerische Verfügungsgewalt über Technik, Ressourcen und Menschen und die durch den Massentod evozierte Medienrevolution thematisieren sollen.

HEW STRACHAN (Oxford) eröffnete die erste Sektion zur „Tektonik des Raumes“ mit einem kritischen Rückblick auf Halford Mackinders Vortrag von 1904 „The Geographical Pivot of History“, in dem dieser Euro-Asien (den Raum von der Wolga bis zum Yangtse bzw. vom Himalaya bis in die arktische Sphäre) zum „Herzland“ und Drehpunkt kommender geopolitischer Entwicklungen erklärte und den euro-atlantischen bzw. pazifischen Räumen eine zunehmende Peripherielage zuwies. In seiner Diskussion dieser These erläuterte Strachan deren Einfluss auf Deutschland und England in ihren Vorwegnahmen des Krieges, die große strategische Rolle, die dem Zarenreich zugeordnet wurde, aber auch die gegenläufigen Tendenzen der Flottenpolitik der Großmächte, die auf globale Märkte und Herrschaft ausgerichtet war. Der Kriegsverlauf selbst, der die Landmacht der Alliierten stärkte, vor allem aber Englands Seemacht die entscheidende Allianz mit den USA ermöglichte, revidierte Mackinders Machtprojektionen. Deutschlands Niederlage erfolgte nicht aufgrund einer militärischen Übermacht im Osten, denn das Zarenreich zerfiel ja, sondern vor allem durch die Seeblockade. Geo-Politik erwies sich als entscheidend, aber nicht in der Form wie sie Friedrich Ratzel in Deutschland und Mackinder in England antizipiert hatten.

MICHAEL GEYER (Chicago) konfigurierte den „Großen Krieg“ in einem Panorama kleiner und großer militärischer Konflikte, Kolonial- und Bürgerkriege, Revolutionen und Revolten, die sich um und nach 1900 von Russland, China, Afrika, dem Balkan, Irland bis nach Lateinamerika (Mexiko) hin erstreckten. Dieser Blickwechsel rückt den Weltkrieg in ein anderes Licht – seine Ursache lag weder in den Ausbrüchen regionaler Gewalt wie auf dem Balkan noch hatte er entscheidenden Einfluss auf den Verlauf und den Ausgang anderer größerer Konflikte zum Beispiel in Asien oder Lateinamerika. Über längere Zeiträume und geopolitische Zonen außerhalb (West)Europa hinweg gesehen, war er nicht der entscheidende Faktor neu entstehender globaler Machtarchitekturen, vielmehr muss seine Rolle in der Perspektive einer Globalgeschichte der Gewalt im 20. Jahrhundert neu bewertet und im Hinblick auf die nachfolgenden Entwicklungen in Asien, im Pazifik und in Osteuropa historisch, geopolitisch und gedächtnispolitisch relativiert werden. Diese auf heteronome Räume abzielende Neubewertung erscheint umso dringlicher, als der Erste Weltkrieg immer noch von einer eurozentrischen Sichtweise dominiert wird.

LUTZ MUSNER (Wien) bezog sich in seinen Ausführungen auf die Mikro-Politik von Räumen kriegerischer Gewalt, indem er die Westfront mit der Italienfront am Isonzo-Fluss verglich und hierbei die unterschiedlichen geologisch-geografischen Voraussetzungen für den Verlauf von Kriegshandlungen unterstrich. Die Westfront war durch weich-erdiges, hügeliges Gelände, die Karstfront jedoch durch hartes Muschelkalkterrain bestimmt, das die Geschoßwirkung multiplizierte. Am Beispiel der britischen wie der österreichisch-ungarischen Armee und ihren technologischen wie taktischen „Lernkurven“ nach den schweren Materialschlachten 1916 versuchte er herauszuarbeiten, dass man mittels Zugängen der Science Technology Studies einen neuen Blick auf die Formung soldatischer Subjektivität finden könne. Denn die Wechselwirkungen von Kriegslandschaft, Waffentechnik und neuen Angriffstaktiken ließen die Soldaten gleichsam zu Hybrididentitäten verschmelzen, das heißt zu industriellen Kriegsarbeitern werden.

KARL SCHLÖGEL (Frankfurt/Oder) behandelte die durch den Weltkrieg forcierte Vorgeschichte rassistischer Raum- und Geopolitiken, die die Nazis mit ihrem Vernichtungskrieg im Osten ab 1941 realisierten. Während vor 1914 imperiale Grenzen mehr den Charakter von Austausch- und Kommunikationszonen zwischen Staaten gehabt haben, wurde durch den Ersten Weltkrieg, den Versailler Vertrag und die neuen ethnisch und national codierten Grenzdefinitionen in Mittel- und Osteuropa Exklusions- und Gewaltzonen geschaffen. Diese durch revolutionäre Nachkriegsereignisse und militärische Konflikte produzierten Trennungslinien beförderten völkisch dominierte Vorstellungen von Aus- und Abgrenzungen und Projektionen von „Lebensräumen“ für Rassen. Schlögel skizzierte den Bogen von Naumanns „Mitteleuropa“-Vision bis hin zu Karl Haushofers Konzeptionen von Geopolitik, der für eine völkische Geopolitik eintrat und damit den frühen Nationalsozialismus beeinflusste. Haushofer stand aber der NS-Politik der aggressiven Ermächtigung von Lebensraum im Osten ambivalent bis ablehnend gegenüber. Erst durch die rassistische Umdeutung von Geopolitik seien aus offenen Räumen blutige Orte des Genozids geworden.

In seiner Keynote Lecture beschäftigte sich JAY WINTER (New Haven) mit der Degeneration des Krieges durch die Totalisierung des industriellen Massentötens und zeigte am Beispiel des Einsatzes von Giftgas die Verletzung des Völkerrechtes und der Haager Kriegsordnung. Diese Suspendierung von Rechtsnormen produzierte schon während des Kriegs eine überwältigende mediale Präsenz von Gaskriegsopfern sowie einen medizinischen Diskurs, die beide wesentlich zur Ratifizierung des Genfer Protokolls über das Verbot der Verwendung von erstickenden, giftigen oder ähnlichen Gasen sowie von bakteriologischen Mitteln im Kriege (1925) beitrugen. Sowohl am Beispiel des Giftgaseinsatzes wie auch des Genozids an den Armeniern erläuterte er die Wechselwirkung von Dehumanisierung durch den Krieg und Re-Humanisierung nach dem Krieg mittels völkerrechtlicher Instrumente und Ächtungen der Verletzung von Abkommen über rechtskonforme Kriegsführung.

RICHARD BESSEL (York) eröffnete die zweite Sektion „Lebensregime“ mit einem Vortrag über Migration und erzwungene Umsiedlung und machte deutlich, dass neben der großen Auswanderungswelle im späten 19. Jahrhundert aus (Ost)Europa vor allem der Krieg zu immensen, durch Gewalt erzwungenen Populationsverschiebungen führte. Davon waren Deutsche und Juden im Zarenreich ebenso betroffen wie Franzosen und Belgier unter dem deutschen Besatzungsregime. Gräueltaten gegenüber Zivilisten gab es in kleinerem Umfang im Westen, in großem Ausmaß jedoch in Osteuropa, das zu einem Epizentrum der militärischen Gewalt gegen die Zivilbevölkerung wurde. Von der Obrigkeit geduldete Pogrome, Antisemitismus und ein generalisierter Spionage-Verdacht betrafen vor allem die jüdische Bevölkerung, von der rund eine Million aus ihren Siedlungen im heutigen Polen deportiert wurden. Eine der Ursachen des „Zivilisationsbruchs“ im 20. Jahrhundert kann somit im östlichen Weltkriegsgeschehen verortet werden.

TAMARA SCHEER (Budapest) verhandelte das Leitthema der Lebensregime an zwei Fallbeispielen und versuchte zu zeigen, dass der Wandel der Grenzen und staatlichen Ordnungen wesentlich schneller vor sich ging als die Veränderungen individueller und kollektiver Formen der Lebensführung. Das eine Beispiel bezog sich auf das 1875 von Österreich-Ungarn okkupierte Bosnien-Herzogwina, das zwar infrastrukturell modernisiert wurde, in seiner multi-ethnischen Zusammensetzung und den damit verbundenen Lebensstilen jedoch nur allmählich neue Vorstellungen von Identität und Kollektivität entwickelte. Das andere Beispiel betraf die Biografie von Gustav Adolf Gratz, der in einer deutschen evangelischen Pfarrerfamilie aufwuchs, später verschiedene Funktionen in den Medien, der ungarischen Industrie, der österreichisch-ungarischen Regierung und nach 1918 wiederum in der Wirtschaft innehatte. Er verkörperte in seiner Person die Widersprüche des Magyarisierungs-Prozesses, in dem er sein Deutschtum mit einem modernen Ungarntum zu verschmelzen suchte.

CHRISTIAN GEULEN (Koblenz) thematisierte in seinem ideenhistorisch inspirierten Vortrag die durch den Krieg erfolgte Transformation von Leitbegriffen der Lebensführung. Am Beispiel der Diskurse über Rasse, Evolutionismus, Eugenik und Geschlecht zeigte er, wie vormals vergleichsweise offene, lager- und parteienübergreifende Deutungsformeln durch den Krieg umgedeutet, enggeführt und mit neuen Semantiken aufgeladen wurden. Die Totalisierung des Krieges beförderte nicht nur eine radikal sozialdarwinistische Sichtweise des Evolutionismus, sondern führte auch zur biopolitischen Neuorientierung der Eugenik als einem Instrument der Sozial- und Rassenpolitik. Diese Biopolitisierung verlief quer durch die Gesellschaft. „Natur“ und „Geschlecht“ wurden ontologisiert, das Überleben der Besten hypostatisiert und selbst der Geschlechterdiskurs einer ambivalenten Fixierung auf „Treue“ bzw. einem „natürlichen“ Lebens- und Todeszyklus unterworfen.

CHRISTA HÄMMERLE (Wien) zeigte am Beispiel der so genannten „Heimatfront“ und der durch den Krieg erzwungenen Neujustierung der Frauenrolle, dass beide Fronten nicht getrennt analysiert werden können, sondern sich eine „symbolische Heirat“ zwischen Kriegs- und Heimatfront herausbildete. Diese neue Geografie des Kriegs im Spannungsfeld von Männern im Schützengraben und den Müttern, Ehefrauen und Kindern zuhause demonstrierte sie an Postkarten und dem Briefwechsel von Ehepartnern wie auch an materiellen und symbolischen „Liebesgaben“ von Schulkindern an Frontsoldaten. Beide Geschlechterrollen wurden zum einem petrifiziert, zum anderen jedoch durch die Erfahrungen von Sorge, Angst und Desorientierung ins Wanken gebracht. Diese Dialektik von Bestätigung und Verunsicherung bei Männern und Frauen verunmöglicht die traditionell-methodische Trennung beider Fronten – sie begründete vielmehr eine neue Gender-Geografie des Weltkriegs.

PATRICK J. HOULIHAN (Chicago) beschloss die Sektion „Lebensregime“ mit einem Beitrag zur Rolle der (katholischen) Religion für das Kriegsgeschehen. In seiner vergleichenden Studie zu Österreich-Ungarn und Deutschland unterstrich er die große Bedeutung der Kirchen für die Mobilisierung der Soldaten, die Funktion von religiösen Symbolen an der Front wie auch die Widersprüche zwischen den Militärkaplanen und den Kirchenoberen. Entgegen der Schwarz-Weiß-Zeichnung, wonach das Massensterben sowohl säkularisiert wie auch den Glauben befestigt hätte, zeigte er am Beispiel religiöser Praktiken an der Heimatfront (Gebetstafeln in Wien), an gemeinsamen Gottesdiensten von Deutschen und Franzosen sowie dem Faktum, dass nach dem Krieg mehr Männer zu Priestern wurden als vorher, dass die Religion keineswegs an Bedeutung verlor. Eher ist davon auszugehen, dass der Glaube sowohl im Krieg als Trost-Reservoir fungierte so wie er danach dazu diente, das Ungeheuerliche des Massensterbens als Zeit der Prüfungen zu verstehen und auf eine umfassende Heilung der kollektiven Wunden zu hoffen.

UTE FREVERT (Berlin) eröffnete die Abschlusssektion „Moralische Ordnungen” mit einem Vergleich der Kategorien von Ehre und Scham vor und nach dem Krieg. Am Beispiel von Heinrich v. Treitschkes Überlegungen zur Gleichsetzung von Staat, Macht und Ehre sowie Bismarcks „Realpolitik“ versuchte sie zu zeigen, dass das deutsche Bürgertum und das Militär einer distinkten moralischen Semantik der Ehre folgte und damit gleichermaßen eine Tradition wie eine kollektive Selbstbeschreibung zu begründen suchte. Während vor 1914 selbst die staatliche Diplomatie sich der Begriffe von „Ritterlichkeit“ und wechselseitiger Ehrerbietung bedienen konnte und Konflikte gleichsam als regulierte „Duelle“ ausgetragen werden konnten, stellte der Kriegsverlauf und seine ungeahnte Brutalität, nicht zuletzt gegenüber wehrlosen Frauen und Kindern, all diese Tugenden infrage. Freverts Perspektive zufolge zerstörte der Krieg unwiederbringlich einen (männlichen) Tugendkorpus der Ehre; an seine Stelle trat eine neue Sprache der Scham und Schande sowie eine Rhetorik der Rache.

ELISA PIMAVERY-LÉVY (Berlin) thematisierte in ihren Ausführungen den Umgang mit Schmerz als heroischer Geste in Deutschland und Frankreich im Zuge der Weltkriegserfahrungen. Während in Deutschland schon vor dem Krieg eine „funktionale“ Haltung gegeben war, die sich nicht zuletzt in philosophischen Affirmationen des Schmerzes als Notwendigkeit eines wahren Lebens zeigte (Nietzsche, Scheler), sahen die französischen Intellektuellen den Schmerz eher als Anlass für „Heilungen“ der Nation, insbesondere in den Wirren der Dritten Republik und nach der Dreyfus-Affäre. Der Krieg wandelte den Schmerz-Diskurs beider Seiten – für Frankreich postulierten Intellektuelle wie Henri Barbusse eine Schicksalsgemeinschaft von Schmerz und Trauer für die vielen einfachen Gefallenen, unterlegt mit einer Kritik an der Ignoranz der Eliten, wohingegen deutsche Intellektuelle wie Ernst Jünger den Schmerz über die Niederlage in eine heroische Selbstermächtigung verwandelten und diesen als Voraussetzung der totalen industriellen Mobilisierung erachteten.

LAURA ENGELSTEIN (New Haven) beschäftigte sich mit den Wandlungen soldatischer Verhaltensformen im Zarenreich und in der folgenden bolschewistischen Revolution bzw. dem Bürgerkrieg. Ausgehend von der Gewalt gegenüber Zivilisten, vor allem Juden, skizzierte sie die Verrohung der Kombattanten, die bizarre Selbstwahrnehmung der Täter als Opfer und das Dilemma völkerrechtlich unrechtfertigbarer Gräueltaten. Der Krieg führte nicht nur zur Desintegration der russischen Armee, sondern ermöglichte auch die Revolutionen von 1917. Was im Krieg noch als Unrecht galt, insbesondere Pogrome und willkürliches Morden, erfuhr durch die Bolschewiken eine Art moralischer Inversion. Mit dem Nachkrieg zwischen den „Roten“ und „Weißen“ und der Geheimpolizei wurde „legitime“ Aggression neu definiert: Brutale Gewalt gegen Andere, die Ermordung von „Reaktionären“ durch die Tscheka waren nun nicht nur rechtmäßig, sondern wurden zur „Normalität“ des revolutionären russischen Mannes erklärt.

HELMUT LETHEN (Wien) unternahm eine Neuinterpretation von Ernst Jüngers „Kriegstagebüchern“. Vor dem Hintergrund des Neurasthenie-Diskurses im Wilhelminischen Reich und der Kriegspsychiatrie platzierte er dessen Schriften in ein Spannungsfeld von pathischer Evidenz und nachträglicher Stahlgewitter-Rhetorik. Er zeigte, dass Jüngers Schützengraben-Notizen, nicht zuletzt durch seine Vertrautheit mit Positivismus und Naturwissenschaften, vom Pathos des kriegerischen Handlungsraumes beeinflusst sind, das heißt der sensorischen Evidenz der Schlacht, die jedes operative Sinn-Medium durchschlägt und den Soldaten-Schreiber gleichsam über das Schlachtfeld taumeln lässt. Erst die Nachschrift der Tagebücher als Literatur rekonfiguriert den Taumelnden als gestählten Stoßtruppführer, der am Lebensende die deutsche Niederlage als das Entsetzlichste seiner Weltkriegserfahrung bezeichnen wird.

Die Präsentationen hatten durchgehend ein hohes fachliches Niveau, reflektierten den aktuellen Stand der Forschung und eröffneten Einblicke in die Wechselwirkungen von Raum(Projektionen), Gewaltformen, Populationsverschiebungen, Grenzziehungen und Geschlechterrollen. Jene Beiträge, die auf Lebensmodelle, moralische Normen und die mentalen Verarbeitungen der Kriegserfahrungen abzielten, ergänzten nicht nur den geopolitischen Fokus, sondern offenbarten die engen Verflechtungen von Subjektkonstitution und Raumpolitiken im Kriegsgeschehen. Es bleibt jedoch die Herausforderung der kommenden Konferenzen, den Ersten Weltkrieg noch präziser im Kontext einer Globalgeschichte der Gewalt im 20. Jahrhundert zu verorten.

Konferenzübersicht

Panel: The Tectonics of Space
Chairs: Oliver Rathkolb, Maureen Healy

Hew Strachan: Heartlands vs. Rimlands, Continental vs. Maritime Power: Mackinder Confronts Reality

Michael Geyer: The “Great” and the “Greater” War: Wars – Revolutions – Rural Émeutes

Lutz Musner: The Myriad Faces of Battlefield Dynamics

Karl Schlögel: The Tectonics of Borders

Keynote Lecture Jay Winter: The Degeneration of War 1914–1919

Panel: Regimes of Living
Chair: Helmut Konrad

Richard Bessel: Migration and Forced Removal

Tamara Scheer: Nations, Borders, Peoples: The Believe in the Power of Order

Christian Geulen: Rationalities of War: Gender, Race and the Dawning of the 20th Century

Christa Hämmerle: Home Front / Frontlines: Gender and the New Geography of War

Patrick J. Houlihan: The Religion of War and Peace

Panel: Moral Orders
Chair: Peter Becker

Ute Frevert: The Moral Economy of Honour and Shame: Making Sense of War and Defeat

Elisa Primavera-Lévy: La grande désillusion: Heroic Pain after 1914 in France and Germany

Laura Engelstein: The New Man and the Old: Habits of War in the Russian Revolution

Helmut Lethen: The Discourse about Nerves and the Phantasm of „Men of Steel”. Ernst Jünger’s War Diaries

Citation
Tagungsbericht: Geo-Politics in the Age of the Great War 1900–1930, 06.10.2011 – 08.10.2011 Wien, in: H-Soz-Kult, 25.11.2011, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-3905>.
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Published on
25.11.2011
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