Contact Zones in Turkish-Polish Relations (1414-2014)

Ort
Warschau
Veranstalter
Historisches Institut der Universität Warschau; Türkische Historische Gesellschaft (Türk Tarih Kurumu)
Datum
06.06.2014 - 07.06.2014
Von
Mariusz Kaczka, Berlin

Die osmanische Geschichte erlebt in der letzten Zeit eine deutliche und faszinierende Renaissance. Die Vielzahl an neuveröffentlichten Arbeiten, die sie zum großen Teil in die europäische Geschichte der Frühen Neuzeit und Neuzeit einzubinden versuchen, ermöglicht sogar tiefgreifende Systematisierungsversuche. In diese florierende wissenschaftliche Entwicklung, die vor allem die Beziehungen des Osmanischen Reiches zu seinen europäischen Nachbarn aus verschiedenen Blickwinkeln in Betrachtung nehmen möchte, schreibt sich die internationale Tagung ein, die unter dem Titel „Contact Zones in Turkish-Polish Relations (1414-2014)“ in Warschau stattfand. Die aus Anlass des 600. Jahrestags der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen dem Osmanischen Reich und Polen-Litauen von Natalia Królikowska (Warschau) und Hacer Topaktaş (Istanbul) konzipierte Tagung setzte sich zum Ziel, die weit verstreute und an verschiedenen Einrichtungen angesiedelte Forschung zum Thema polnisch-osmanische/türkische Beziehungen unter einem Dach zusammenzuführen und die daraus gewonnene Vielzahl an Perspektiven in verschiedenen Panels weiterzuführen und neu zu definieren. Die vielfältigen gegenseitigen polnisch-osmanischen Verflechtungen, die in den Kategorien von Gefahr und Herausforderung, bzw. Krieg und Frieden gefasst wurden, suchte die Tagung im Hinblick auf Zusammenleben und –arbeit von der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart auf neue Weise zu definieren. Besonders willkommen ist eine solche Initiative wegen der sowohl in der internationalen historischen Forschung als auch der Osmanistik weiterhin vorherrschenden Tendenz, die nördliche osmanische Grenze und ihre dortigen Nachbarn (Polen-Litauen, Moskauer Reich) immer noch zu benachteiligen.

Während der Tagung wurde die Aufmerksamkeit vor allem auf Gruppen und Individuen aus beiden Ländern, die in verschiedenen Kontaktzonen miteinander in Berührung kamen, gelenkt. Dies strebten die Veranstalter durch die Einbindung diverser Vorträge, die die jeweilige polnische und osmanische Perspektive darzustellen versuchten, sowie durch die starke Einbeziehung der Außenperspektive ein.

Eröffnet wurde die Tagung durch eine kurze Einführung von DARIUSZ KOŁODZIEJCZYK (Warschau), der die wechselseitigen polnisch-osmanischen Beziehungen anhand einer Vielzahl von Beispielen verdeutlichte. Noch vor der offiziell von der Forschung anerkannten Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen dem Osmanischen Reich und Polen-Litauen stand das Großfürstentum Litauen in stetigem Kontakt zu den Tataren. 1393 schickte Toktamisch, der Khan der Goldenen Horde, den berühmten yarlıq an den Großfürsten Jogaila, in dem er auf die Beibehaltung friedlicher Beziehungen sowie eine Entwicklung der Handelskontakte hoffte. Des Weiteren schloss Süleyman der Prächtige mit dem polnischen König Sigismund I. 1533 einen „immerwährenden“ Frieden, obwohl die muslimische Tradition einen Friedenspakt mit Ungläubigen für höchstens zehn Jahre erlaubte. Sechs Jahre später lud Süleyman den polnischen König zu der Beschneidungszeremonie (sünnet) seines Sohnes ein. Sigismund wiederum plante 1542 eine Einladung für Süleyman zu der Hochzeit seines Sohnes, des späteren Königs Sigismund II. August. Diese Beispiele, die deutlich auf eine Einbeziehung der tatarischen bzw. osmanischen Herrscher in die diplomatische Praxis der Frühen Neuzeit hinweisen, ergänzte Kołodziejczyk mit einem kritischen Blick auf die Unterdrückung der schwächeren politischen Kräfte (zum Beispiel das Fürstentum Moldau) in Ost- und Südosteuropa durch das Osmanische Reich und Polen-Litauen.

Das erste Panel der Tagung beschäftigte sich mit der einzigen osmanischen Eroberung des polnisch-litauischen Territoriums, nämlich der Wojewodschaft Podolien (1672-1699). Der in Abwesenheit des Referenten MEHMET INBAŞI (Kayseri) verlesene Vortrag über die Osmanen in Kamjanez-Podilskyj (Kamaniçe) fasste deskriptiv den bisherigen Forschungsstand zusammen. Die herausragende Quellendichte ermöglicht teilweise tiefgreifende Einblicke in das osmanische Leben in Kamaniçe, wobei sogar detaillierte Listen der Dienstzeit der osmanischen Gouverneure (beylerbeyi) des neu eingerichteten eyalet möglich sind. YILMAZ KURT (Ankara) näherte sich dem Verlauf des Podolien-Feldzuges von Sultan Mehmet IV. (1672), der 189 Tage andauerte, wobei sich die Laufstrecke des osmanischen Heeres auf 85 konak (Anhaltspunkte, bzw. Rastunterbrechungen) summierte und die Belagerung selbst 9 Tage dauerte. Dies tat er anhand einer osmanischen Chronik des Hacı Ali Efendi, der persönlich an dem Feldzug beteiligt war. Abgerundet wurde das erste Panel durch den akribischen Vortrag von AHMET ARSLANTÜRK (Istanbul), der anhand von einem im Topkapı Sarayı Arşivi erhaltenen Register die osmanische Praxis der Einbeziehung der Palastamtsträger und –einwohner in die Feldzüge darstellte. Interessanterweise wurden an die fast 200 Palastbewohner, die mit dem Sultan Mehmet IV. nach Kamaniçe zogen, Kleidung bzw. zeremonielle Waffen ausgeteilt (zum Teil aus Silber), die dann in der ritualisierten Darstellung der sultanischen, imperialen Macht verwendet wurden.

Den politischen Dimensionen der polnisch-osmanischen Zusammenarbeit im stark in der Forschung vernachlässigten 18. Jahrhundert waren nur zwei Vorträge gewidmet. HACER TOPAKTAŞ (Istanbul) richtete ihren Blick auf die polnisch-osmanische Beziehungen im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts. Nach dem Frieden von Karlowitz (1699) versuchte das Osmanische Reich ein Gleichgewicht der Mächte in Ostmittel- und Südosteuropa zwischen Russland, Preußen, Schweden und Polen-Litauen zu finden. Dies wurde besonders deutlich nach der ersten Teilung Polen-Litauens (1772) als beide Länder, das Osmanische Reich und Polen Litauen, durch die Gesandtschaften von Numan Enis Bey (1777-1778) und vor allem Franciszek Piotr Potocki (1789-1792) eine gemeinsame Front und ein Bündnis suchten. Obwohl letzterer ein vielfach überliefertes Bündnisprojekt mit den Osmanen anfertigte, wurde dieses durch Polen-Litauen nie ratifiziert und trat somit nicht in Kraft.

MARIUSZ W. KACZKA (Berlin) stellte die osmanisch-polnischen Beziehungen im ersten Viertel des 18. Jahrhunderts vor. Ausgehend von der osmanischen Modifizierung des Provinzsystems im Norden sowie verstärkten Aktivitäten der polnischen Diplomaten im untersuchten Zeitraum verwendete er eine doppelte Perspektive: die der Provinz und die des Zentrums. Mit Hinblick auf einige Fallstudien zeichnete Kaczka die Überlappung der persönlichen Freundschaften und grenzüberschreitenden Netzwerke des Paschas von Hotin, Özü, und der tatarischen Sippe (karacı) Şirin mit den polnisch-litauischen Magnaten nach. Anschließend wurde als Vergleich das vielseitige Netzwerk sowie die beispielhafte Karriere des polnisch-litauischen Dolmetschers und Diplomaten Paweł Benoe vorgestellt.

Ein weiteres Panel, das die besonders für die Veranstalter wichtige Außenperspektive anbot, wurde von JAMES B. COLLINS (Washington D. C.) eröffnet, der eine breite Perspektive zwischen Paris, Warschau und Istanbul im Spiegel der Wissenskulturen und politischen Vorstellungsvermögen vor allem der französischen Krone analysierte. Für die französischen Würdenträger, Intellektuellen und frühmodernen Bürokraten stellte die massive Auseinandersetzung zwischen den beiden Verbündeten Frankreichs, Polen-Litauen und dem Osmanischen Reich, eine besondere Schwierigkeit dar. Andererseits wuchs das Interesse Frankreichs an den Ländern Ostmittel- und Südosteuropa im 16. und 17. Jahrhundert stetig, um dann in den Zeiten Ludwigs XIV. einen Höhepunkt zu erreichen.

RADU PAUN (Paris) widmete seinen Vortrag der Perspektive der Donaufürstentümer auf Polen-Litauen und das Osmanische Reich im 16. und 17. Jahrhundert. Die polnisch-osmanischen Beziehungen bildeten einen entscheidenden Faktor für den politischen Horizont der moldauischen und walachischen bojarischen Eliten. Beide Fürstentümer teilten ein gemeinsames „moldo-walachisches“ Weltbild, in dem Osmanen und Tataren meistens als „Hunde“ bzw. „Banditen“ etikettiert wurden. Seit dem Feldzug Süleymans des Prächtigen gegen den moldauischen Fürsten Petru Rareş (1538), der zur Teileingliederung der Moldau in die osmanische Oberherrschaft führte, sowie den letzten polnischen Feldzug Jan Zamoyskis (1595) bildete das Fürstentum Moldau eine Pufferzone, in der sich die Einflüsse und Netzwerke der beiden benachbarten Länder überlappten, wobei es zu einer besonderen Art der doppelten Oberherrschaft kam. Eine andere Perspektive verliehen Osmanen dem Fürstentum Walachei, das als osmanische Provinz wahrgenommen und stärker unter die Kontrolle der zentralen Verwaltung gestellt wurde.

An die Überlegungen Pauns knüpfte MICHAŁ WASIUCIONEK (Florenz) an, der die Herausbildung der Faktionen und grenzüberschreitenden Netzwerke im Fürstentum Moldau und Walachei vorstellte. Am Beispiel Ieremia Movilăs (eines Klienten des polnischen Magnaten Jan Zamoyski) und Constantin Movilăs (der in einer Patronagebeziehung mit dem polnischen Magnaten Stefan Potocki stand) zeichnete Wasiucionek ein faszinierendes Bild der persönlichen Beziehungen zwischen den moldauischen Prätendenten und den polnischen Magnaten. Ähnliche Prozesse lassen sich auch anhand der walachischen Netzwerke in der osmanischen Hauptstadt beobachten, die im Prinzip auf einer gemeinsamen ethnischen Herkunft (zum Beispiel das albanische Netzwerk des Großwesirs Tabanıyassi Mehmed Paschas) der osmanischen Patronen und der walachischen Klienten basierten.

GÁBOR KÁRMÁN (Budapest) analysierte die heteropolaren Beziehungen im Dreieck Osmanisches Reich – Polen-Litauen – Transsilvanien unter anderem am Beispiel des transsilvanischen Fürsten István (Stefan) Báthory. Seine Wahl zum König Polens (1576) schuf für die Osmanen eine außergewöhnliche Situation: ein tributpflichtiger Fürst stand plötzlich in der Beziehung zum Osmanischen Reich als souveräner Herrscher eines mächtigen Staates. Die darauffolgende Personalunion resultierte in einer Zusammenarbeit, die sich auf den Austausch von Informationen beschränkte. Trotz der Nominierung des minderjähriges Zsigmond Báthory zum Fürsten von Siebenbürgen behielt in den folgenden Jahren der polnische König einen ausschlaggebenden Einfluss auf die in seinem Namen amtierende Regentschaft. Diese Tatsache wurde zudem sorgfältig vor den Osmanen geheim gehalten.

Der von FELICIA ROŞU (Leiden) gehaltene Vortrag thematisierte die osmanische Perspektive auf die erste polnische Königswahl. Die Topoi des „türkischen Jochs“ bzw. des „Friedens mit dem Türken“ bildeten einen der entscheidenden Faktoren, die die Wahl des neuen polnischen Königs im letzten Viertel des 16. Jahrhundert beeinflussten. Durch die großen osmanisch-habsburgischen Auseinandersetzungen setzten Osmanen während der polnischen Interregna auf einheimische Kandidaten und sahen die mögliche Wahl eines Habsburgers als besondere Gefahr an. Andererseits wurde in der Rhetorik der höfisch-adligen Gesellschaft Polen-Litauens der 1570er- und 1580er-Jahre der „grausame“ Türke oft mit Erfolg als Waffe gegen politische Gegner und soziales Mobilisierungsinstrument im Wahlkampf angewendet.

Als Gleichgewichtsfaktor in Ostmitteleuropa spielten die Tataren eine besondere Rolle, Ihnen waren zwei Vorträge gewidmet. Der tatarischen Besiedlung Polen-Litauens widmete ANDRZEJ DROZD (Posen) seinen Vortrag, der anhand von reichem Bildmaterial verschiedene religiöse und materielle Praktiken der polnischen Tataren (den sogenannten Lipkas) thematisierte. Diese wurden vor allem im Großherzogtum Litauen schon im Mittelalter entlang der wichtigsten Kommunikationswege (um Vilnius und Trakai) angesiedelt. Durch den Verrat der polnischen Tataren in der Schlacht bei Chocim (1672) und die clevere Politik des polnischen Königs Jan III. Sobieski, die zu ihrer Rückkehr führte (1679) entstand eine neue tatarische Besiedlung in den königlichen Ökonomien Podlachiens.

Anhand der reichen Dokumentation des Archivio Storico de Propaganda Fide stellte NATALIA KRÓLIKOWSKA (Warschau) die Evangelisierungsmissionen der polnischen Dominikaner auf der Krim und im nördlichen Kaukasus im ausgehenden 17. Jahrhundert vor. Trotz ihrer Sprachkenntnisse erwiesen sich die Missionen der polnischen Dominikaner eher als wenig erfolgreich. Einen Zwischenerfolg bildete die Nominierung des polnischen Geistlichen Zygmunt Miaskowski für den Posten des Bischofs von Chersones (1643). Während der Mission von Kamjanez-Podilskyj (1707) der Ordensbrüder Michał und Józef die für den Freikauf der polnisch-litauischen Sklaven agierten, wurden die Geistlichen allerdings zwischenzeitlich sogar eingekerkert. Drei Jahre später setzten die Bemühungen des französischen Ambassadeurs Charles de Ferriol, den polnischen Missionen ein Ende, indem die Katholisierungsmissionen auf der Krim den französischen Vertretern des Dominikanerklosters übergeben wurden.

Auch dem persischen Safawiden-Reich wurde auf der Tagung Aufmerksamkeit geschenkt. In seinem Vortrag über die Gesandtschaft Sefer Muratowicz‘ (1601-1602) erschloss MICHAEL POŁCZYŃSKI (Washington D. C.) die polnisch-persischen Beziehungen mit Hinblick auf das Osmanische Reich. Der armenische Kaufmann und osmanische Untertan wurde als persönlicher Gesandter König Sigismunds III. Vasa an den safawidischen Schah Abbas I. entsandt. Dies geschah zeitnah mit einer persischen Botschaft an die Herrscher des Christentums (1599). Jedoch beschränkten sich diese und spätere Gesandtschaften im Grunde genommen auf Handelsbeziehungen, weil der polnische Adel normalerweise kein Interesse an einem antiosmanischen Bündnis zeigte. Darüber hinaus machten die enorme Entfernung sowie die feindliche Einstellung der Transitländer jegliche diplomatische Beziehungen zwischen europäischen Mächten und dem safawidischen Reich besonders schwierig.

Von den insgesamt 40 in Warschau gehaltenen Vorträgen thematisierten rund 25 Probleme der Frühen Neuzeit, was auf eine deutliche und starke Entwicklung der Forschung zu dieser Epoche in der letzten Zeit hindeutet und teilweise die Eigeninteressen der Veranstalter widerspiegelte. In drei inhaltlich starken Panels war zudem das zunehmende Interesse der Forschung an der Migration von Flüchtlingen aller Art aus den ehemaligen Territorien Polen-Litauens in das Osmanische Reich im 19. Jahrhundert sichtbar. Ergänzt wurde die Tagung durch drei Panels mit einem Fokus auf der Zeitgeschichte, auf frühneuzeitliche Erinnerungskulturen sowie kunstgeschichtliche Aspekte der polnisch-osmanischen Verflechtungsgeschichte. Somit boten die Veranstalter ein breites Spektrum an räumlichen, thematischen und methodischen Ansätzen an.

Für die Zukunft besonders wünschenswert wäre allerdings die Einbeziehung der russischen Forschungen zu diesem Thema, die eine besonders spannende und bereichernde Außenperspektive bieten könnten. Weiterhin fehlte der venezianische bzw. zentralhabsburgische Blickwinkel auf die polnisch-osmanische Beziehungsgeschichte. Loben sollte man dagegen die besonders fruchtbare direkte Konfrontation der polnischen, türkischen und internationalen Forschungen zum Thema, die dank der Simultanübersetzung der in türkischer Sprache gehaltenen Vorträge einen direkten und ergiebigen Austausch ermöglichte. Es bleibt zu hoffen, dass die Warschauer Tagung zu einer stärkeren Vernetzung der Forschung zur polnisch-osmanischen Beziehungsgeschichte führen wird, die in Vergleich zu den Mittelmeernachbarn des Osmanischen Reiches – vor allem hinsichtlich der komparatistischen Forschung – immer noch in den Kinderschuhen steckt.

Konferenzübersicht:

Dariusz Kołodziejczyk / M. Metin Hülagu / Yusuf Ziya Özcan, Opening Speeches

Session I A, Military Campaigns and Ottoman-Polish Relations
Chair: Dariusz Kołodziejczyk (University of Warsaw)

Mehmet Inbaşı (Kayseri, Erciyes University), Kamaniçe’de Türkler in 1672 [The Turks in Kamieniec (1672)]

Yılmaz Kurt (Ankara University), Hacı Ali Efendi’nin Kamaniçe Tarihi [The Chronicle of Kamieniec of Haci Ali Efendi]

Ahmet Arslantürk (Istanbul Medeniyet University), Kamaniçe Seferi’nde Osmanlı Saray Görevlileri [The Palace Officials in the Kamieniec Campaign of 1672]

Session II A, Active Players and Pawns in International Policy
Chair: Natalia Królikowska (University of Warsaw)

Hacer Topaktaş (Istanbul University), Diplomacy between Istanbul and Warsaw in the Last Quarter of the 18th century

Iurii Chainskyi (University of Warsaw), The Influence of the 1924 Georgian Revolt on Polish Promethean Policy in Turkey in 1924-1926

Session I B, Art as Field of Interaction
Chair: Kıvılcım Metin Özcan (Konya, Necmettin Erbakan University)

Tadeusz Majda (University of Warsaw), Works of Art of Symbolic Meaning in Turkish and Polish Culture – A Comparative Approach

Suat Alp (Ankara, Hacettepe University), Wars and Treasures as Means of Interaction: The Impact of Turkish Material Cultural Heritage in Polish Art and Culture

Fatma Coşkuner (Istanbul, Koç University), Travels, Empires and Artistic Connections: Sultan Abdülaziz and his Court Painter Stanislaw Chlebowski

Session II B, Historical Discourse and Historical Policy
Chair: Dariusz Milewski (Warsaw, Cardinal Stefan Wyszyński University)

Tetyana Grigorieva (Kiev, Mohyla Academy), The Myth of the Victory near Chocim (1621) in Ukrainian Historical Discourse of the 17th Century

Anastasia Baukova (Lviv, Ivan Franko National University), Siege of Lviv in 1672: Historical Memory and Artistic Image

Session III A, On the Crossroads of Two Cultures: Polish Émigrés in the Ottoman Empire, Part I
Chair: İsmail Hakkı Demircioğlu (Trabzon, Karadeniz Technical University)

Zafer Gölen, Burdur, Mehmet Akif Ersoy University, Jozef Bem (Murad Paşa’nın) Osmanlı Günleri [Józef Bem in the Ottoman Empire]

Bayram Nazır (Gümüşhane University), Murad Paşa’nın Halep’te Ölümü ve Terekesi [The Death of Józef Bem in Aleppo and his Last Will]

Abdullah Temizkan (Izmir, Ege University), Lehistanlıların Kafkasya'ya Birlik Gönderme Girişiminde Zor Seçim: Sefer Bey mi Yoksa Muhammed Emin mi? [Difficult Choice of Poles in Attempt of Dispatching Troops to the Caucasus: Sefer Bey or Muhammed Emin?]

Session III B, Perception of Polish-Ottoman Relations
Chair: Felicia Roşu (Leiden University)

James B. Collins (Washington D. C., Georgetown University), Tale of Three Polities: The Polish-Lithuanian Commonwealth, the Ottoman Empire, and the Kingdom of France

Radu Paun (Paris, Centre national de la recherche scientifique), Wavering Crusaders. Moldavian and Wallachian Perceptions of Polish-Ottoman Relations, 15th-16th Centuries

Michał Wasiucionek (Florence, European University Institute), Political Factionalism in the Middle Ground: Danubian Principalities as the Space of Factional Overlap between Ottoman Empire and Polish-Lithuanian Commonwealth in the Seventeenth Century

Session IV A, On the Crossroads of Two Cultures: Polish Émigrés in the Ottoman Empire, Part II
Chair: Bayram Nazır (Gümüşhane University)

Mehmet Demirtaş (Bitlis Eren University), XIX. Yüzyılım İkinci Yarısında Lehistan’dan Osmanlı Memleketine Gelen Göçmelerin İskanları ve İhtiyaçlarının Karşılanmasına Dair Yapılan Çalışmalar [Works Conducted to Settle and Meet the Needs of the Immigrants who Came to the Ottoman Lands from Poland during the Second Half of the 19th Century]

Mehmet Akif Kireçci (Bilkent University), Tadeusz Gasztowtt (Seyfeddin Bey) – a Turkophile in the Ottoman Empire (1881-1936)

Session IV B, Making Diplomacy in Istanbul
Chair: James B. Collins (Washington D. C., Georgetown University)

Alicja Borys (Brno, Masaryk University), Silesian Members of the Emperor’s Diplomatic Missions to the Ottoman Court in the 16th Century

Gábor Kármán (Budapest, Hungarian Academy of Sciences), Polish–Transylvanian Contacts and Conflicts at the Sublime Porte in the 17th Century

Session I C, Poland and Turkey in the First Half of the 20th century
Chair: Jakub Wódka (Warsaw, Polish Academy of Sciences)

Nuri Köstüklü (Konya Necmettin Erbakan University), Arşiv Belgeleri Işığında Birinci Dünya Savaşında Polonya’da Şehit Olan Türkler ve Türkiyede Ölen Polonyalı Askerler Üzerınde Bazı Tespitler [Some Observations in the Light of Archival Documents on Turks Martirised in Poland and the Polish Soldiers Died in Turkey]

Ahmet Altıntaş (Afyon Kocatepe University), Arşiv Belgelerine Göre Osmanlı- Polonya İlişkileri’nde Esirler (1916-1923)[Prisoners in Ottoman – Poland Relations as Revealed in the Archival Documents (1916-1923)]

Nuray Özdemir (Abant İzzet Baysal University), Ahmet Ferit Tek’in Büyükelçiliği Döneminde Türkiye ve Polonya Arasındaki İlişkiler (1932-1939) [Relationships between Turkey and Poland during Ahmet Ferit Tek’s Ambassadorship (1932-1939)]

Session I D, Accounts of the Individual Travelers
Chair: Rudolph Matthee (University of Delaware)

Szymon Górski (Poznań), Hieronim Łaski’s Diary (1540-1541) as a Testimony to Ottoman-Polish Contact

Michael Połczyński (Washington D. C., Georgetown University), The Relacyja of Sefer Muratowicz: 1601-1602 Private Royal Envoy of Sigismund III Vasa to Shah ‘Abbas I

Natalia Królikowska (University of Warsaw), Polish Missionaries in the Crimean Khanate and Caucasia in the 17th century

Session II C, Insiders or Outsiders?
Chair: Hacer Topaktaş (Istanbul University)

Paulina Dominika Dominik (University of Oxford/Orient-Institut Istanbul), From Young Ottomans to Young Turks: Contribution of Polish Political Émigrés to the Modernization of the Late Ottoman Empire – Ideological Aspect

Katarzyna Papież (University of Sorbonne, Paris IV), Strange Lives of Polish Men and Women: Jan Alojzy Pruski

Session II D, Turkish Factor in Polish Inner and Foreign Policy
Chair: Gábor Kármán (Budapest, Hungarian Academy of Sciences)

Szymon Brzeziński (University of Warsaw), Polish-Ottoman Relations and the Beginnings of the Principality of Transylvania

Felicia Roşu (Leiden University), Friend or Foe of the Turk? The Fear Factor in Polish-Lithuanian Elections, 1572-1587

Andrzej Drozd (Poznań, Adam Mickiewicz University), Ottoman Influences on the Lithuanian Tatars in the Early Modern Period

Session III C, Polish-Ottoman Frontier
Chair: Radu Paun (Paris, Centre national de la recherche scientifique)

Dariusz Milewski (Warsaw, Cardinal Stefan Wyszyński University), Negotiations Instead of War: Polish-Ottoman Diplomatic Contacts 1627-1630

Andrii Zhyvachivskyi (Warsaw, Polish Academy of Sciences), The Role of Bakhchisaray and Kefe in the Ottoman-Polish Relations in the First Half of the 17th Century

Mariusz W. Kaczka (Berlin), The Character of the Ottoman-Polish Diplomatic Relations in the First Quarter of the 18th Century. Great Politics and Small Frontier Space

Session IV C, Polish-Turkish Relations after 1989
Chair: Tadeusz Majda (University of Warsaw)

Jakub Wódka (Warsaw, Polish Academy of Sciences), Foreign Policies of Poland and Turkey. Identifying the Common Grounds, Tracing the Differences

Adam Szymański (University of Warsaw), Polish-Turkish Relations after 1989

İsmail Hakkı Demircioğlu (Trabzon, Karadeniz Technical University), Representation of Poland and Poles in Turkish History Textbooks

Summary and Closing Ceremony:
Natalia Królikowska / Hacer Topaktaş / Tadeusz Majda / Dariusz Kołodziejczyk / Mariusz W. Kaczka / Bilgehan Pamuk / Yılmaz Kurt

Zitation
Tagungsbericht: Contact Zones in Turkish-Polish Relations (1414-2014), 06.06.2014 – 07.06.2014 Warschau, in: H-Soz-Kult, 14.08.2014, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-5510>.