Was erklärt die ‚Globalisierung‘? Ein Gespräch über Deutungsmöglichkeiten der jüngsten Zeitgeschichte

Place
Tübingen
Host/Organizer
Jan Eckel, Seminar für Zeitgeschichte, Universität Tübingen; Lutz Raphael, Neuere und Neueste Geschichte, Universität Trier; Martin Deuerlein, Seminar für Zeitgeschichte, Universität Tübingen
Date
13.10.2017 - 14.10.2017
By
Cora Schmidt-Ott, Historisches Seminar, Universität Freiburg

Ausgangspunkt des Tübinger Workshops zur Globalisierung in der jüngsten Zeitgeschichte war die beeindruckende Erfolgsgeschichte des Begriffs. Erstens ist er als Deutungsfigur bei Historikern, Wirtschaftswissenschaftlern, Politologen, Kultur- und Sozialwissenschaftlern über die Fachgrenzen hinweg populär. Zweitens überschneiden sich in der Globalisierungsrede Diagnose, Erklärung und politische Handlungsaufforderung: Globalisierung wird als Epochensignum für die Zeit seit den 1990er-Jahren gehandelt, als Triebfeder von Veränderungen identifiziert und genutzt, um politischen Handlungsdruck zu erzeugen. Drittens scheint unumstritten, dass es sich um ein empirisch nachweisbares Phänomen handelt, aber Reichweite, Wirkungen und Perspektive der Globalisierung bleiben offen und werden unterschiedlich konzeptualisiert. So ist etwa – analog zu den „multiple modernities“ – nicht mehr nur von einer, sondern von mehreren „Globalisierungen“ die Rede.[1] Gegenläufige Tendenzen werden durch neue Wortschöpfungen wie die „Glokalisierung“ eingepasst. Oder es wird versucht, die Ambivalenzen des Phänomens durch die Unterscheidung von „globalization“ und „deviant globalization“ analytisch in den Griff zu bekommen.[2]

Die Zeitgeschichte hat diesen schillernden Begriff selbst als Analysekategorie und als Epochensignum für die Zeit seit den 1990er-Jahren aufgegriffen, ohne ihn eingehend zu reflektieren. Die Veranstalter des Workshops verfolgten deshalb ein doppeltes Projekt: Zum einen gelte es, die Globalisierungsrede selbst zu historisieren und danach zu fragen, wie und warum sich der Begriff durchsetzen konnte. Auf der anderen Seite sei die Tauglichkeit als analytische Kategorie der Zeitgeschichte zu ermitteln: Ist Globalisierung ein Epochenmerkmal, ein Basisprozess, eine Triebkraft oder ein Ergebnis? Welche Entwicklungen lassen sich damit fassen und welche Phänomene geraten aus dem Blick?

Aus den Vorträgen der ersten beiden Panel, die sich mittels intellectual history und Begriffsgeschichte der Globalisierungsrede näherten, ergab sich ein kohärenter Überblick über den Aufstieg des Begriffs in der wissenschaftlichen und politischen Öffentlichkeit. Die Debatten über globale Zusammenhänge sind, wie MARTIN DEUERLEIN (Tübingen) betonte, so alt wie die Globalisierung selbst, deren Anfänge im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts angesetzt werden. Das Konzept des „Globalismus“ lasse sich als heuristisches Instrument nutzen, um auch unabhängig vom Begriff der „Globalisierung“ die Geschichte des Nachdenkens über eine enger zusammenwachsende Welt zu schreiben.

Diese verlief in mehreren Konjunkturen: Der Zweite Weltkrieg beförderte, so OLAF BACH (St. Gallen/Berlin), die Entstehung globalistischer Weltdeutungen nicht zuletzt in den USA, wo „globalisieren“ als Prozesswort ab den 1940er-Jahren auftauchte. Erfolgreicher waren allerdings zunächst andere Begriffe wie die von Martin Deuerlein diskutierte „Interdependenz“, die sich unter dem Eindruck des „shock of the global“ in den 1970er-Jahren als Deutungsmuster durchsetzte.[3] Erst in den 1980er-Jahren verstetigte sich die Globalisierungsrede, deren zunehmende Bedeutung für die Analyse wirtschaftlicher Prozesse Olaf Bach herausarbeitete: Mittels der Globalisierung ließen sich die neue Rolle multinationaler Unternehmen als globale Akteure, die Entstehung globaler Märkte und die Integration der internationalen Finanzmärkte fassen.

Der Durchbruch zum neuen „Grundbegriff“ (Bach) erfolgte in den 1990er-Jahren, als der Globalisierungsbegriff auch dem der Interdependenz den Rang ablief. Wie JAN ECKEL (Tübingen) herausarbeitete, bezog sich „Globalisierung“ nun nicht mehr nur auf eine immer stärker vernetzte Wirtschaft, sondern wurde zur umfassenden Zeitdeutung, die wirtschaftliche, politische und kulturelle Entwicklungen bündelte und um die Jahrtausendwende unter dem Eindruck krisenhafter Ereignisse wie den Börsencrashs in Asien und den Terroranschlägen im September 2001 einen vorläufigen Höhepunkt erreichte. Seit den 1990er-Jahren diente der Begriff nicht zuletzt in politischen Debatten wie der über den Abbau des Sozialstaats als Argument und „Evidenzverstärker“, wie Eckel am Beispiel der Bundesrepublik aufzeigte.

In den Vorträgen fanden sich verschiedene Erklärungsansätze für diesen Siegeszug. Erstens habe die Globalisierungsdebatte auf konkrete Erfahrungen reagiert, die den Rahmen bisheriger Deutungen zu sprengen schienen. Nicht nur die zunehmende wirtschaftliche Verflechtung und innenpolitische Krisenerscheinungen, sondern auch die abnehmende Bedeutung des Kalten Kriegs als Ordnungsmuster schon während der Entspannung in den 1970er-Jahren und dann das Ende des Systemkonflikts hätten die Grenzen bisheriger Weltdeutungsmodelle offenbar werden lassen, so Martin Deuerlein. Dazu schien die Idee der Globalisierung nach dem Zusammenbruch der Modernisierungstheorie als überlegene Alternative, was WOLFGANG KNÖBL (Hamburg) in seinem Vortrag hervorhob. Die Globalisierungsrede füllte also ein konzeptionelles Vakuum – sowohl wissenschaftlich-theoretisch als auch im Hinblick auf die globale Ordnung nach dem Kalten Krieg. Zweitens erschien der spezifische Charakter des Globalisierungsrede wichtig, die Anschaulichkeit und Entkonkretisierung in paradoxer Weise miteinander verbindet. So hob Jan Eckel die lebensweltliche Plausibilität und die synthetische Kraft des Globalisierungsbegriffs hervor, Martin Deuerlein dagegen im Vergleich zur „Interdependenz“ die Abwesenheit von Akteuren und das Denken in abstrakten „flows“. Wolfgang Knöbl verwies auf das unsichere theoretische Fundament des Globalisierungsbegriffs: Die Triebkräfte der Globalisierung, die Zusammenhänge zwischen ihren Subprozessen, ihr Verhältnis zu gegenläufigen Entwicklungen und ihre Konsequenzen blieben ungeklärt – was ebenfalls die hohe Aufnahme- und Anschlussfähigkeit des Globalisierungsdiskurses erklären mag.

In den Diskussionen zeigte sich, dass der Begriff ganz unterschiedlich interpretiert werden kann, was seinen theoretischen Gehalt, seine Zeitlichkeit und die implizite Zielvision angeht. Während einerseits der Kontrast zum normativ-universalistischen Charakter der Modernisierungstheorie und die wachsende Bedeutung der räumlichen gegenüber der zeitlichen Perspektive betont wurden, ließen sich andererseits Überschneidungen von Globalisierungs- und Fortschrittsdenken, wenn nicht gar eine „Überbietung des Fortschrittsgedankens“ (Bach) durch eine nun wahrhaft global verstandene Moderne ausmachen. Damit einhergehend wurde einerseits von Jan Eckel eine Rückkehr der Geschichtlichkeit und der großen Erzählungen beobachtet, andererseits das Potenzial des Begriffs, die postmoderne und postkoloniale Kritik an Metanarrativen und Eurozentrismus aufzuheben, so FERNANDO ESPOSITO (Tübingen).

Nicht nur bleiben die Implikationen des Globalisierungsbegriffs zu klären, sondern auch für die Geschichte seiner Entstehung und Verbreitung zeigten die Diskussionen des Workshops eine Reihe von Desideraten auf. ARIANE LEENDERTZ (Köln) forderte erstens, die Akteure der Globalisierungsdebatten und die hinter diesen stehenden außen- und wirtschaftspolitischen Interessen stärker in den Blick zu nehmen. Damit verband sich die Frage danach, in welchem Ausmaß der Globalisierungsdiskurs selbst globale Verbreitung gefunden hat und wo seine geographischen Schwerpunkte liegen. Zweitens erschienen die Dynamiken der Globalisierungsdebatte weiter untersuchenswert. Welche Wechselwirkungen und Transferprozesse lassen sich zwischen verschiedenen Teilöffentlichkeiten wie Wissenschaft und Politik beobachten, und welche Rezeptionszusammenhänge existieren zwischen historischen Ereignissen und dem Globalisierungsdiskurs?

BRIGITTA BERNET (Basel) wies in ihrem Kommentar darauf hin, dass das Verhältnis von Globalisierungs_rede_ und Globalisierungs_erfahrung_ offen sei: Reagiere der Globalisierungsdiskurs auf neue Erfahrungen, oder schaffe er selbst Realitäten? Drittens seien Stellenwert und Funktion der Globalisierungsrede genauer zu bestimmen, etwa was ihre Bedeutung im Vergleich zu anderen Zeitdeutungen und Ordnungsmustern wie dem Kalten Krieg angeht. Ausgehend vom Befund eines außerordentlich breiten Konsenses über die empirische Existenz der Globalisierung ist auch die Frage berechtigt, inwiefern die Globalisierungsdebatte ideologische Züge trägt. Der Vergleich mit der Modernisierungstheorie drängt sich hier auf, die seit Beginn der 2000er-Jahre als Ideologie historisiert wird.[4] Die historische Aufarbeitung des Modernisierungsgedankens illustriert allerdings auch die Herausforderungen, die sich durch die Überschneidungen zwischen historischer Analyse und politisch-theoretischer Kritik am Konzept ergeben.

Die Fragen nach dem eigenen Standort betreffen auch Historiker, die den Begriff als analytische Kategorie verwenden. Einen Vorstoß in der Selbstbeobachtung machte LUTZ RAPHAEL (Trier), der nach den Zusammenhängen zwischen Globalisierungsdiskurs und der Schwerpunktverschiebung zum Globalen innerhalb der Geschichtswissenschaft fragte. Obwohl der Aufstieg des Globalisierungsbegriffs und die Etablierung der Globalgeschichte als neuer „Goldstandard des Fachs“ zeitlich zusammenfallen, zeigte sich Raphael skeptisch gegenüber einem direkten Konnex. Wichtiger als Ideentransfers aus sozialwissenschaftlichen Debatten und eine zunehmend internationale Studierendenschaft sei für den Abschied vom methodischen Nationalismus die Aufwertung der area studies und der außereuropäischen Historiographie gewesen, aber auch die Konjunktur dezidiert europäischer Perspektiven. ANDREAS WIRSCHING (München) identifizierte unterschiedliche Raumvorstellungen als wichtigen Grund dafür, warum die Anpassung an den Globalisierungsdiskurs in der Bundesrepublik besonders leicht gefallen und die Globalisierung hier im Vergleich mit anderen europäischen Ländern eher als Chance interpretiert worden sei. Die Vorträge dieses Panels unterstrichen somit die Forderung nach einer genaueren Verortung des Globalisierungsdiskurses, die am Anfang der Tagung stand. Wie wir über Globalisierung nachdenken, bleibt von nationalen Unterschieden bestimmt; die vergleichende Forschung könnte hier interessante Perspektiven eröffnen.

Zwei empirische Beispiele illustrierten zum Abschluss die doppelte Gestalt des Globalisierungsbegriffs als Beschreibung eines historischen Vorgangs einerseits und als wirkmächtiger Diskurs mit einer eigenen Geschichte andererseits. JAKOB TANNER (Zürich) zog die Globalisierung zum einen als Erklärung für das Ende der wirtschaftlichen „Festung Schweiz“ und deren Aufgehen in der internationalen Finanzwirtschaft seit den 1990er-Jahren heran, betonte aber zum anderen auch die Funktion der Globalisierung als „politischer Entlastungsdiskurs“.

PHILIPP THER (Wien) beleuchtete, wie sich Neoliberalismus und Globalisierung wechselseitig bedingten: Die neoliberalen Ideen, die nach dem Kalten Krieg von global agierenden Experten popularisiert wurden, seien von einem Globalisierungs_phänomen_ zu einer wesentlichen Globalisierungs_triebkraft_ geworden. Deutlich würden diese Überschneidungen beispielsweise in (populär)wissenschaftlichen Indices, die einerseits wirtschaftliche Entwicklungen dokumentieren sollen, andererseits aber auch durch den kontinuierlichen Vergleich den globalen Wettbewerb befördern. Für Historiker verweist dieses Beispiel auf die drängende Frage, woher sie ihre Informationen über die Globalisierung beziehen. Solche Indices zu dekonstruieren und nach dem zugrundeliegenden Verständnis von Globalisierung zu forschen, wie Andreas Wirsching es forderte, verspricht neben den Erkenntnissen über das Phänomen selbst auch einen wichtigen Beitrag zur Historisierung des Globalisierungsdenkens.

Am Ende stand die Frage im Raum, welche Konsequenzen aus den begriffsgeschichtlichen Debatten des Workshops für die Verwendung des Globalisierungsbegriffs in der historischen Forschung zu ziehen seien. Sei es angesichts der Historizität des Begriffs nicht methodisch sinnvoller, so beispielsweise Brigitta Bernet, auf den Globalisierungsbegriff für die historische Analyse zunächst zu verzichten? Oder müsse man sich dem Begriff angesichts seiner enormen Popularität im Alltag nicht doch stellen, wie Wolfgang Knöbl und Lutz Raphael fragten? Eine weitere Option, die auf dem Workshop breite Zustimmung fand, hat Jürgen Osterhammel mit dem Vorschlag aufgezeigt, das Globale auf eine Perspektive zu reduzieren und mittels empirienaher Begriffe Teilphänomene zu untersuchen – etwa als Expansion, Verdichtung, oder Standardisierung.[5] In dieser Hinsicht erschien der Hinweis von Ariane Leendertz wichtig, dass die historische Globalisierungsforschung auch auf enger umrissene sozialwissenschaftliche Theorien wie beispielsweise die Diffusionstheorie zurückgreifen könne. Die Schwierigkeit bleibt jedoch, den Globalisierungsbegriff nicht lediglich durch Begriffe zu ersetzen, die im Hinblick auf ihre Historizität und normative Aufladung ähnliche Probleme bergen.

Ob und welche heuristische Funktion dann der Globalisierung als übergreifendem Terminus zukommen kann, gilt es für die künftige Forschung zu klären. Mehrfach angesprochen wurde die Notwendigkeit, auch gegenläufige Prozesse, regionale Begrenzungen und Ausnahmen analytisch in den Blick zu bekommen. Zu erforschen sind, wie Andreas Wirsching betonte, nicht nur die Akteure und die Intentionen hinter den Debatten, sondern auch, was innerhalb des Globalisierungsdiskurses überhaupt sagbar ist. Dennoch erschien die historische Erschließung der „dritten Globalisierung“ weiter wichtig – nicht zuletzt, um deren spezifischen Charakter gegenüber früheren Phasen zu bestimmen. CHRISTIAN MARX (Trier) verwies in seinem Kommentar sowohl auf Kontinuitäten wie die Bedeutung multinationaler Unternehmen als Akteure als auch auf Unterschiede wie die veränderte globale Ordnung nach dem Ende der Imperien oder die Digitalisierung und das System flexibler Wechselkurse als Triebkräfte. Als übergreifende Frage stellt sich schließlich, wie die Geschichte der zunehmenden Verflechtung und Verknüpfung seit den 1990er-Jahren in Bezug zur Geschichte des Nachdenkens über diese Prozesse gesetzt werden kann.

Die Herausforderungen sind nicht gering, wurden doch auf dem Workshop Grundsatzfragen der jüngsten Zeitgeschichte verhandelt. Erstens der Umgang mit der Sprache und den Deutungskategorien der Zeitgenossen: Wie lassen sich Begriffe finden, die präzise und möglichst frei von historischem Ballast sind, gleichzeitig aber anschlussfähig an Debatten außerhalb der Fachöffentlichkeit? Zweitens das Verhältnis von Geschichtswissenschaft und Sozialwissenschaften, über das seit mehreren Jahren diskutiert wird.[6] Mit der Historisierung sozialwissenschaftlicher Diagnostik hat hier ein „Stellungswechsel der Akteure“ (Raphael) stattgefunden. Diskussionswürdig ist, ob damit notwendigerweise eine Distanzierung der Historiker von den Sozialwissenschaftlern einhergehen muss oder die Geschichtswissenschaft sozialwissenschaftliche Theoriebildung für sich fruchtbar machen sollte – was sie ja bereits tut, wenn sie sich beispielsweise mit Foucault’scher Terminologie dem „Globalisierungsdiskurs“ nähert. Für diese Fragen nach der Autonomie des Fachs bilden die historischen Debatten über und mithilfe des Begriffs der Globalisierung einen vielversprechenden Steinbruch.

Konferenzübersicht:

Panel 1

Jan Eckel (Tübingen): Zur Historisierung des Globalisierungsdiskurses der jüngsten Vergangenheit

Martin Deuerlein (Tübingen): Das Zeitalter der Interdependenz – Globalistische Gegenwartsdiagnosen vor der ‚Entdeckung‘ der Globalisierung

Kommentar: Ariane Leendertz (Köln)

Panel 2

Olaf Bach (St. Gallen/Berlin): Zur Zeitgeschichte der Globalisierungsrede bis in die späten 1980er Jahre

Wolfgang Knöbl (Hamburg): After ‚Modernization‘: Der Globalisierungsbegriff als Platzhalter und Rettungsanker der Sozialwissenschaften

Kommentar: Brigitta Bernet (Basel)

Panel 3

Lutz Raphael (Trier): Vom Globalisierungsdiskurs zur Globalgeschichte? Politische und akademische Einflüsse auf die Geschichtswissenschaft zwischen 1985 und 2008

Andreas Wirsching (München): Der Nationalstaat vor der Globalisierung, oder: Wie verändert die Globalisierung die Zeitgeschichtsschreibung des Nationalen?

Kommentar: Fernando Esposito (Tübingen)

Panel 4

Jakob Tanner (Zürich): Die ‚Festung Schweiz‘ im Zeichen der Globalisierung. Umbrüche und Kontinuitäten am Ende des 20. Jahrhunderts

Philipp Ther (Wien): Der Neoliberalismus als globale Ideologie und Motor der Globalisierung

Kommentar: Christian Marx (Trier)

Anmerkungen:
[1] Jürgen Osterhammel, Die Flughöhe der Adler. Historische Essays zur globalen Gegenwart, München 2017, S. 12.
[2] Vgl. Nils Gilman (Hrsg.), Deviant Globalization. Black Market Economy in the 21st Century, London/New York 2011.
[3] Vgl. Niall Ferguson/Charles S. Maier/Erez Manela/Daniel J. Sargent (Hrsg.): The Shock of the Global. The 1970s in Perspective, Cambridge MA/London 2010.
[4] Vgl. u. a. Michael Latham, Modernization as Ideology. American Social Science and ‚Nation Building‘ in the Kennedy Era, Chapel Hill 2000.
[5] Vgl. Jürgen Osterhammel, Die Flughöhe der Adler, S. 44-46, 48-52.
[6] Vgl. Rüdiger Graf / Kim Christian Priemel, Zeitgeschichte in der Welt der Sozialwissenschaften. Legitimität und Originalität einer Disziplin, in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 59 (2011), S. 479-508.

Citation
Tagungsbericht: Was erklärt die ‚Globalisierung‘? Ein Gespräch über Deutungsmöglichkeiten der jüngsten Zeitgeschichte, 13.10.2017 – 14.10.2017 Tübingen, in: H-Soz-Kult, 13.12.2017, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-7449>.
Editors Information
Published on
13.12.2017
Classification
Temporal Classification
Regional Classification
Additional Informations
Language Contribution
Country Event
Language Event