Deutsch-russischer Wissenschaftstransfer. Jenaer Ideenexport im 18.- 19. Jahrhundert

Place
Jena
Host/Organizer
Institut für Politikwissenschaft, Friedrich-Schiller-Universität Jena
Date
17.11.2017 - 18.11.2017
Deadline
15.09.2017

Vom 17. bis 18. November veranstaltet der Lehrstuhl für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena einen zweitägigen Workshop zum Thema:

„Deutsch-russischer Wissenschaftstransfer. Jenaer Ideenexport im 18.- 19. Jahrhundert“

Die Jenaer Universität blickt auf eine facettenreiche Geschichte in ihrem über 450jährigen Bestehen zurück. Besonders während der Aufklärung entfaltete das von Jena ausstrahlende humanistische Bildungsideal eine Anziehungskraft, die weit über die Landesgrenzen hinaus reichte. Die durch Peter den Großen angestrebte kulturelle Modernisierung des Landes, auch im Rahmen der Gründung der Akademie der Wissenschaften in Sankt Petersburg fußt neben anderen Faktoren auch auf dem Wirken von Jenaer Wissenschaftlern, die in der Folge einen regen Ideenexport nach Russland in Gang setzten und die russische Wissenschaftslandschaft nachhaltig prägten. Der geplante Workshop soll das Thema in den Fokus der Aufmerksamkeit rücken und anhand ideengeschichtlicher oder biografischer Ansätze das Wirken dieses von Jena ausgehenden deutsch-russischen Ideenaustauschs aufarbeiten.

Im Mittelpunkt des Workshops sollen folgende Fragen stehen:

Warum erregten gerade Wissenschaftler der Universität Jena ein solches Interesse beim russischen Zaren und ausländischen Studierenden, dass ein intensiver Wissenschaftsaustausch zustande kam?

Wer waren die Forscher, die sowohl die Geschichte ihrer Fakultäten in Jena als auch die Entwicklung von Forschungseinrichtungen in Russland nachhaltig prägten?

Wie wurden diese Forscher in Russland aufgenommen und in die sich gerade reformierende russische Wissenschaftslandschaft integriert?

Der Workshop wird Gelegenheit dazu bieten interdisziplinär bereits vorhandene Forschungserkenntnisse zum Thema zusammenzutragen und Möglichkeit zur Diskussion bieten. Wissenschaftler_innen aus Geschichts- (besonders Medizingeschichte), Religions- und Politikwissenschaft sowie den Kaukasusstudien und Naturwissenschaften sind daher herzlich eingeladen ihre Forschungsprojekte auf dem Workshop vorzustellen und mit den Teilnehmenden zu diskutieren. Interessierte sind aufgefordert ihr Forschungsthema in einem knappen Abstract (max. 500 Wörter) für eine 30 minütige Präsentation darzulegen. Den Abstract schicken Sie bitte zusammen mit einem kurzen CV (ggf. mit Publikationsliste) in Form einer PDF-Datei bis zum 05. September 2017 an katrin.friske@uni-jena.de

Eine Publikation der Tagungsbeiträge ist mit Unterstützung der Freunde und Förderer der Universität Jena e.V. geplant. Anreise-, Verpflegungs- und Übernachtungskosten können durch die finanzielle Unterstützung der Jenaer Graduierten-Akademie erstattet werden. Ort der Veranstaltung ist die Friedrich-Schiller-Universität Jena, Carl-Zeiß-Str 3, 07743 Jena.

Kontakt

Katrin Friske

Carl-Zeiss-Str. 3
07743 Jena
+49 3641 945429

katrin.friske@uni-jena.de

Citation
Deutsch-russischer Wissenschaftstransfer. Jenaer Ideenexport im 18.- 19. Jahrhundert, 17.11.2017 – 18.11.2017 Jena, in: H-Soz-Kult, 18.08.2017, <www.hsozkult.de/event/id/termine-34833>.
Editors Information
Published on
18.08.2017
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