C. Miller: We Shall Be Masters

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Title
We Shall Be Masters. Russian Pivots to East Asia from Peter the Great to Putin


Author(s)
Miller, Chris
Published
Cambridge, MA 2021: Harvard University Press
Reviewed for Connections. A Journal for Historians and Area Specialists by
Eva-Maria Stolberg, Historisches Institut, Universität Duisburg-Essen

We shall be Masters thematisiert in zehn Kapiteln die Dreh- und Angelpunkte russischer Geopolitik im ostasiatisch-pazifischen Raum von Zar Peter dem Großen bis Vladimir Putin. Chris Miller, assistant professor für Internationale Geschichte an der Tufts University, tariert die russischen Großmachtvisionen und ihre Umsetzung in der außenpolitischen Realität aus. Der Autor sucht nach einem kohärenten Erklärungsmuster für Russlands geopolitische Stellung in dieser Weltregion. Dies ist ein kompliziertes Unterfangen, denn Russlands Verhältnis zu seinen Nachbarn in Ostasien war nie kohärent gewesen. Kulturelle Andersartigkeit und Prägung lösten größere Unsicherheit aus als im Umgang mit den „klassischen“ europäischen Mächten.

Die Eroberung Sibiriens bis zu den Grenzen Chinas und der pazifischen Küste brachte Russland, traditionell eine Großmacht in Europa, in Berührung mit den ostasiatischen Kulturen China und Japan. Geografische Erschließung im 18. Jahrhundert legte die Basis für das spätere geopolitische Denken und Handeln im 19. und 20. Jahrhundert. Russland war zu einer eurasischen Großmacht geworden. Der Autor gewichtet in seiner Überblicksdarstellung die Bedeutung Europas und Ostasiens in der russischen Außenpolitik. Anders als angekündigt, zieht Chris Miller für seine Thesen jedoch kein Archivmaterial aus dem russischen Außenministerium heran, sondern rekurriert lediglich auf die reichhaltige, über Jahrzehnte sehr ausdifferenzierte Forschungsliteratur, die sich mit Russlands Außenpolitik im ostasiatisch-pazifischen Raum beschäftigt.[1] Im Unterschied zu diesen Spezialisten verfügt der Verfasser über keine regionalspezifischen Kenntnisse, sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der sowjetischen Geschichte des späten 20. Jahrhunderts.[2] Insofern bringt das Buch substantiell nichts Neues, es bietet allerdings eine akzeptable Zusammenfassung des bisherigen Forschungsstands. Millers Studie ist deskriptiv, dem Autor fehlt der Mut zur kontroversen Thesenbildung. Er überlässt es dem Leser, eigene Schlussfolgerungen zu ziehen. Leider fehlt auch ein Literaturverzeichnis.

In seiner Einführung skizziert der Autor die wissenschaftliche Erschließung Sibiriens unter Zar Peter dem Großen und seinen Nachfolgern. Weite Teile Sibiriens und der russischen Pazifikküste wurden erstmals im 18. Jahrhundert kartiert. Demnach war die Kartografie ein Mittel, um überhaupt eine Vorstellung von der geografischen Ausdehnung des Russländischen Reiches zu bekommen. Weite Teile des asiatischen Russlands waren im 18. Jahrhundert eine „terra incognita“, die Unkenntnis betraf umso mehr die ostasiatischen Nachbarländer. Im 18. Jahrhundert eiferte Russland den westeuropäischen Seemächten England und den Niederlanden nach, die bereits um 1600 über weit verzweigte diplomatische und handelspolitische Netzwerke, damit über Herrschaftswissen verfügten, dass Russland erst ein Jahrhundert später aufbaute. Wissenserwerb und merkantilistische Motive prägten diese erste Phase russischer Präsenz im ostasiatisch-pazifischen Raum. Diese Phase hielt bis Mitte des 19. Jahrhunderts an.
Dagegen stand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die militärische Expansion im Vordergrund. Mit der russischen Annexion des Gebietes entlang des Amur, das Teil der Mandschurei war und damit zum chinesischen Hoheitsgebiet gehörte, zeichnete sich ein künftiges Konfliktfeld mit China und Japan ab. Das neuerworbene Gebiet, nun Russisch-Fernost benannt (mit der Hafenstadt „Vladivostok“ = „Beherrsche den Osten“), bot dem Zarenreich die Möglichkeit, in die Mandschurei vorzudringen. Zugleich wurde damit die Grundlage eines geopolitischen Spannungsverhältnisses zu Japan geschaffen, das vier Jahrzehnte vom Russisch-Japanischen Krieg 1904/1905 bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 währen sollte. Die russischen, exterritorialen Rechte, ein Überbleibsel des Imperialismus, belasteten bis Mitte des 20. Jahrhunderts die Beziehungen zu China.

Die Niederlage im Russisch-Japanischen Krieg offenbarte die geopolitische Schwäche Russlands im ostasiatisch-pazifischen Raum. Der Russische Ferne Osten war dünn besiedelt, eine Pazifikflotte war de facto nicht existent. Militärisch war das Zarenreich nicht in der Lage, seine ausgedehnten Grenzen im Fernen Osten zu verteidigen. Die Kriegsziele in Ostasien waren für die russische Bevölkerung nicht nachvollziehbar. Soziale Unruhen lösten die erste russische Revolution von 1905 aus. Weite Teile der russischen Bevölkerung waren nicht gewillt, den russischen Imperialismus in Asien mitzutragen.

Die Oktoberrevolution und der Regimewechsel von 1917 stellten eine Zäsur in Russlands Geopolitik im ostasiatisch-pazifischen Raum dar. Chris Miller betont, dass Lenin den Ausgangspunkt für die Ausbreitung eines globalen Sozialismus in Europa mit seinem Industrieproletariat verortete. Danach spielte Asien eine periphere, aber nicht unbedeutende Rolle. Geopolitische Gegenspieler für Sowjetrussland waren die angelsächsischen, „kapitalistisch-imperialistischen“ Großmächte Großbritannien und die USA. Die Unterstützung antikolonialer Bewegungen in Asien war daher für die Bolschewiki ein Mittel, den westlichen Kapitalismus und Imperialismus zu bekämpfen. Bis zum Herrschaftsantritt Stalins gelang es den Sowjets, vor allem in China, ein Netzwerk von Agenten und Militärberatern aufzubauen. Sehr eng wurde die Zusammenarbeit mit dem ersten Präsidenten der Chinesischen Republik, Sun Yat-sen. Miller nennt zwei gewichtige Faktoren, die das sowjetische Interesse an Ostasien verstärkten: 1) das Scheitern der Revolutionen in Europa und 2) das Ende der ausländischen Intervention im russischen Bürgerkrieg. Mitte 1925 formulierte Stalin das Ziel künftiger sowjetischer Ostasienpolitik. Der Fokus lag auf China, wo die Kommunisten in einer Koalition mit der Guomindang auf eine proletarische Revolution hinarbeiten sollten. Dieses Ziel wurde nicht erreicht: die Kommunisten stellten eine marginale Kraft dar. 1927 wurde die Kantoner Kommune von Chiang Kai-sheks Truppen zerschlagen. Die sowjetisch-chinesischen Beziehungen hatten ihren Tiefpunkt erreicht, Stalins Kalkül einer proletarischen Revolution in China hatte sich als Fehleinschätzung erwiesen.

In den 1930er Jahren stand die Sowjetunion einer neuen Herausforderung, dem japanischen Militarismus, gegenüber. Die japanische Besetzung der Mandschurei 1932 stellte ein Sicherheitsrisiko für den sowjetischen Fernen Osten dar. Stalins Politik gegenüber Japan war bis 1945 durch Vorsicht geprägt. Eine militärische Intervention der Sowjetunion in die Mandschurei war nicht geplant und die Existenz des japanischen Satellitenstaates Manshuko wurde toleriert. Miller bezeichnet Stalins Politik treffend als Appeasement, das seinen Höhepunkt in dem sowjetisch-japanischen Neutralitätspakt vom April 1941 fand. Der Autor betont, dass dieser gerade im Unterschied zum deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt von 1939 nicht zu einer Aufteilung Nordostasiens in Einflusssphären führte. Auf der alliierten Konferenz von Jalta im Februar 1945 stand vor allem die europäische Nachkriegsordnung auf der Agenda. Stalin stimmte einem sowjetischen Kriegseintritt gegen Japan zu, aber unter der Bedingung, dass die von Japan besetzten Gebiete Südsachalin und Kurilen an die Sowjetunion zurückgegeben würden. Ferner erhob Stalin Anspruch auf die mandschurischen Eisenbahnlinien und Häfen. Stalins Ziel war es, den Status Quo vor dem Russisch-Japanischen Krieg von 1904/1905 wiederherzustellen. Miller zieht den Schluss, dass Stalins Politik in Ostasien weniger ambitiös war als in Mittel- und Osteuropa. Stalins Chinapolitik nach Ende des Zweiten Weltkrieges basierte auf den Prämissen, den sowjetischen Einfluss in der Mandschurei dauerhaft zu erhalten, während er für das übrige China eine nationale Regierung unter Chiang Kai-shek favorisierte. Der Sieg der chinesischen Kommunisten im chinesischen Bürgerkrieg und die Gründung der Volksrepublik China im Jahr 1949 kamen für Stalin unerwartet. Die bis zu Stalins Tod bestehende sowjetisch-chinesische Allianz, besiegelt durch den sowjetisch-chinesischen Freundschaftsvertrag von 1950, war für Mao eher pragmatischer Natur. Für den wirtschaftlichen und militärischen Aufbau der Volksrepublik China war er auf sowjetische Hilfe angewiesen. Zur Eskalation des Koreakrieges hatte Stalin wesentlich beigetragen, indem er Kim Il-song zum Angriff auf Südkorea ermunterte und auf eine chinesische Truppenentsendung drängte, gleichzeitig aber eine militärische Einmischung der Sowjetunion vermied, um die USA nicht zu provozieren. Miller zieht die Schlussfolgerung, dass die Bilanz der Ostasienpolitik negativ ausfiel und auf Stalins Fehleinschätzungen beruhte. Die chinesischen Kommunisten waren aus eigener Kraft an die Macht gekommen und Mao Zedong war ein selbstbewusster Bündnispartner. Der Expansionismus Nordkoreas hatte zur weiteren Militarisierung auf der koreanischen Halbinsel geführt, die Teilung hatte sich verschärft. Die USA hatten Japan als geopolitischen Rivalen der Sowjetunion im ostasiatisch-pazifischen Raum abgelöst.

Chruschtschows Geheimrede von 1956 war der Auftakt zu einer Entstalinisierung, die auch die Außenpolitik betraf. Im Unterschied zur Stalinära standen die Sicherheit der sowjetischen Grenzen und territoriale Ambitionen nicht mehr im Vordergrund. Chruschtschow erkannte die Bedeutung der Dekolonisierungsbewegungen in Asien und warb mit seiner Besuchsdiplomatie in Indien und Südostasien für den sowjetischen Sozialismus. Unter dem Schlagwort der „Friedlichen Koexistenz“ verstand er eine friedliche Ausbreitung des sowjetischen Modells in Abkehr von Stalins militärisch-geopolitischem Konzept der Einflusssphären. Chruschtschows Entstalinisierung führte zum Schisma mit dem kommunistischen China. Mit innenpolitischen Repressionen, Kollektivierung, Förderung der Schwerindustrie und Personenkult setzte Mao unbeirrt den stalinistischen Kurs fort. Unstimmigkeiten lösten auch die Taiwanfrage und der indisch-chinesische Konflikt um Tibet aus, als die Sowjetunion ein militärisches Vorgehen Pekings ablehnte. Der Besitz einer eigenen Atombombe ab 1964 und die starke Aufrüstung der Volksbefreiungsarmee zeigten, dass Peking längst nicht mehr Moskaus Juniorpartner war. Der Sturz Chruschtschows im gleichen Jahr brachte keineswegs Entspannung in das sowjetisch-chinesische Verhältnis. Maos zunehmende innen- und außenpolitische Radikalisierung in den Jahren der Kulturrevolution machten ihn für die sowjetische Regierung unter Leonid Breschnew unberechenbar. Die schweren Grenzkonflikte am Ussuri und in Kasachstan 1969 brachten die beiden kommunistischen Nachbarländer an den Rand eines Krieges. Die Annäherung zwischen den USA und der Volksrepublik China Anfang der 1970er Jahre sowie die wirtschaftlichen Reformen unter Deng Xiaoping nach dem Ende des Maoismus stellten weitere Herausforderungen für Moskaus Ostasienpolitik dar. Während die Volksrepublik China unter Deng Xiaoping den Weg der Modernisierung ging, war die Sowjetunion Anfang der 1980er Jahre unter alternden Regierungen durch Stagnation in der Innen- und Außenpolitik geprägt.

Bewegung in die sowjetische Ostasienpolitik kam mit dem Reformkurs Michail Gorbatschows in den späten 1980er Jahren auf. Einseitig auf die Bedürfnisse von Militär und Schwerindustrie ausgerichtet, zudem dünn besiedelt, offenbarte sich in den späten 1980er Jahren die wirtschaftliche Rückständigkeit des sowjetischen Fernen Ostens im Vergleich zu den boomenden Volkswirtschaften Chinas, Japans und Südkoreas. Gleichzeitig lösten diese markanten wirtschaftlichen Erfolge die Bewunderung sowjetischer Politiker aus. Jevgeni Primakov bezeichnete den Pazifik als neues Zentrum der Weltwirtschaft. Dieses Thema wurde 1986 von Michail Gorbatschow in seiner Rede in Vladivostok, der sowjetischen Metropole am Pazifik, aufgegriffen. Ähnlich wie in Europa setzte Gorbatschow auf Abrüstung und Intensivierung wirtschaftlicher Kontakte, um die Spannungen zu den ostasiatischen Anrainern abzubauen. Zugleich erhoffte er sich die Anbindung Sibiriens und des sowjetischen Fernen Ostens an die APEC und damit sowjetische Teilhabe an dem asiatischen Wirtschaftsboom. Vor allem Deng Xiaopings Wirtschaftsreformen wurden in Moskau rezipiert. Doch Gorbatschows Erklärung bei seinem Besuch in Peking im Mai 1989, zeitgleich zu den Demonstrationen auf dem Tiananmen, dass Wirtschaftsreformen ohne eine radikale Transformation des politischen Systems nicht funktionieren, wurde in Peking als Einmischung in die inneren Angelegenheiten bewertet. Wieder hatte das sowjetisch-chinesische Verhältnis einen Tiefpunkt erreicht. Nach Miller fiel auch unter Gorbatschow die Bilanz der sowjetischen Ostasienpolitik ungünstig aus: die Differenzen zur Volksrepublik China konnten nicht beigelegt werden, auch die anvisierte Integration in die APEC wurde nicht erreicht. Die 1988 im sowjetischen Fernen Osten eingerichteten Freihandelszonen zogen kaum Investoren aus Ostasien an, da weder eine gute Infrastruktur noch Rechtssicherheit bestanden. 1991 wurde die Sowjetunion aufgelöst, der Ferne Osten blieb weiterhin das Armenhaus des postsowjetischen Russlands.

Zum Schluss gibt Chris Miller einen Ausblick auf die Bedeutung des ostasiatisch-pazifischen Raumes für die russische Außenpolitik Vladimir Putins, der bestrebt ist, die nach dem Zerfall der Sowjetunion verlorene Stellung als Weltmacht wiederzuerlangen. Der russische Präsident sieht sein Land als eurasische Großmacht mit Ambitionen und Ansprüchen auf beiden Kontinenten. In wirtschaftlicher Hinsicht sind die enormen sibirischen Gas- und Ölverkommen von zunehmendem Interesse für die expandierenden Märkte Ostasiens. Die Gründung der Eurasischen Wirtschaftsunion und der Shanghai Cooperation Organization unter Beteiligung Russlands unterstreicht Moskaus Hinwendung nach Ostasien. Wie Miller zu Recht feststellt, gibt es außerhalb des Energiesektors kaum einen nennenswerten Handel zwischen Russland und den ostasiatischen Staaten.

Insgesamt ist es dem Autor gelungen, das Für und Wider geopolitischen Denkens und Handelns russischer Regierungen gegenüber Ostasien im Zeitraffer der Jahrhunderte aufzuzeigen. Mit der Öffnung Russlands nach Westeuropa unter Peter dem Großen und dem Aufstieg zur europäischen Großmacht infolge des Großen Nordischen Krieges und der gleichzeitigen wissenschaftlich-merkantilistischen Erschließung Sibiriens bis zum Pazifischen Ozean, wurde auch das Tor nach Ostasien aufgestoßen. Als eurasische Großmacht hatte Russland über Jahrhunderte einen Balanceakt zwischen seinen Interessen in Europa und Asien zu leisten. Dabei wird deutlich, dass das Geflecht von Diplomatie, Handel und militärischer Expansion nicht weniger komplex war als auf dem europäischen Kontinent. M.E. spielten zwei wesentliche Faktoren bei der Bestimmung der geopolitischen Stellung Russlands im ostasiatisch-pazifischen Raum eine Rolle: die kulturelle Andersartigkeit Ostasiens und die periphere Unterentwicklung des Russischen Fernen Ostens. We shall be Masters weist auf den Trend zu sektoral-thematischen Überblicksdarstellungen zur russischen Geopolitik hin. Nach Ostasien wäre eine Untersuchung zur russischen Geopolitik im islamisch-asiatischen Raum angesagt.

Anmerkungen:
[1] R.K.I. Quested, The Expansion of Russia in East Asia, 1857-1860, Kuala Lumpur 1968, David J. Dallin, The Rise of Russia in Asia, Hamden (CT) 1971; Mark Mancall, Russia and China. Their Diplomatic Relations to 1728, Cambridge (MA) 1971, S.M.C Paine, Imperial Rivals. China, Russia, and Their Disputed Frontier, London 2015; David Schimmelpenninck van der Oye, Toward the Rising Sun. Russia Ideologies of Empire and the Path to War with Japan, DeKalb 2006, Ian Nish, The History of Manchuria, 1840-1948. A Sino-Russo-Japanese Triangle, Folkstone 2016; Bruce A. Elleman, Diplomacy and Deception. The Secret History of Sino-Soviet Diplomatic Relations, 1917-1927, Armonk (NY) 1997, Odd Arne Westad, Brothers in Arms. The Rise and Fall of the Sino-Soviet Alliance, 1945-1963, Washington D.C. 1998, Charles E. Ziegler, Foreign Policy and East Asia. Learning and Adaptation in the Gorbachev Era, Cambridge 1993, Sergey Radchenko, Unwanted Visionaries. The Soviet Failure in Asia at the End of the Cold War, Oxford 2013.
[2] Chris Miller, The Struggle to save the Soviet Economy. Mikhail Gorbachev and the Collapse of the USSR, Chapel Hill 2016; ders. Putinomics. Power and Money in Resurgent Russia, Chapel Hill 2018.

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19.11.2021
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